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Der neue Mexikaner auf der Berger ist an diesem Donnerstagabend erschreckend leer. In dieser Totentanzatmosphäre mit Reggaeton-Berieselung im Hintergrund studieren wir die Speisekarte, der es im Vergleich zu dem, was auf der Homepage des Restaurants angeboten wird, an Umfang mangelt. Entsprechend beugen wir uns der kleinen Auswahl und nehmen als Vorspeise Nachos mit Guacamole (8,90 €). Die warmen Nachos werden erfreulicherweise sogar mit fünf verschiedenen Dips serviert. Es gibt Alioli mit sehr fragwürdiger Konsistenz, eine etwas langweilige Tomatensoße, quarkige Sour Cream und ein Gemüse-Dip, den meine Begleitung mit „schmeckt wie die ersten Kochversuche, die man macht“ kommentiert. Auch die Guacamole ist wie der Rest breiig und unspektakulär. Aber wir lassen uns nicht entmutigen.

Die Kellnerin, die durchaus um Stimmung bemüht ist, bringt unsere Hauptspeisen. Der große Burrito de Carne molida – mit Hackfleisch (12,90 €) – ist etwas durchweicht, aber Dank der Jalapeños sehr pikant und durchaus genießbar. Schlimm hingegen ist der Beilagensalat, dem es wegen dem Dressing mit intensivem Mayonnaisegeschmack gänzlich an Frische mangelt. Auch die Enchiladas mixtas (laut Karte 12,50 €, laut Rechnung 12,90 €) werden mit dem gleichem Salat serviert. Die Enchiladas selbst sind wie Burritos in Kleinformat. Die mit Hähnchenbrust lassen wir fast unangetastet – das Fleisch schmeckt sehr alt. Die beiden Enchiladas mit Hackfleisch und Gemüse sind nicht mehr und nicht weniger als okay, kommen qualitativ aber nicht an den Burrito ran.

Da auf der Karte keine Desserts vermerkt sind, fragen wir die Kellnerin, die uns etwas „typisch Mexikanisches“ bringt – eine Art feste Schokocreme mit krümeligem Biskuit, getrockneten Bananen und Schokoeis in einem kleinen Glas gestapelt. Die gibt es am Ende auch aufs Haus – Kundenanbindung?

Bewertung 2 von 5 Punkte

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