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Wandern macht durstig – da gönnt man sich doch gerne mal einen Schoppen zwischendurch. Die Apfel(wein)route durch Bad Vilbel und Nieder-Erlenbach ist perfekt dafür geeignet. Aber natürlich kommen auch Abstinente auf ihre Kosten!

Kilometer 0

Die ersten knapp fünfhundert Meter am Bad Vilbler Südbahnhof (leicht zu erreichen mit der S6) sind zwar leider nicht so hübsch, aber hier heißt es Augen zu und durch!, und nachdem die Kasseler Straße auf der linken Seite des Bahnhofs überwunden ist, geht es über die Nidda und dort direkt rechts ins Grüne. Die nächsten 1,4 Kilometer führen idyllisch am Ufer der Nidda entlang. Dabei kommen Sie an der Hassia-Quelle vorbei, die eine jährliche Schüttung von 40.000 m³ Wasser hat. Kurz darauf folgt das Wahrzeichen Bad Vilbels, die Wasserburg, deren älteste, noch erhaltene Bestandteile bis auf das 12. Jahrhundert zurückdatieren. Inzwischen wird sie jährlich im Sommer für die Burgfestspiele genutzt. Wer jetzt schon die erste Pause machen möchte, findet direkt hinter der Wasserburg eine überdachte Brücke, die direkt zum Restaurant in der Alten Mühle führt. Andere folgen dem Weg am Fluss weiter, bis hinter der Heinrich-Heine-Straße die Brücke rechts aufs andere Flussufer und die Straße An der Johannisweide geht.

Kilometer 2

Danach kommt in linker Richtung der Gronauer Weg, der leicht bergab geht. Der Weg kreuzt die Büdinger Straße und danach führt ein schmaler Trampelpfad durch das Grüne zum Dottenfelderhof. Hier kann man sich im Hofladen mit frischem Holzofenbrot, Gemüse, Käse oder Apfelmost eindecken. Aber Achtung: Der Hof hat samstags nur bis 16 Uhr geöffnet und sonntags komplett zu. Der kleine Trampelpfad führt weiter mitten durch Felder in den Norden, bis er nach weiteren 1,2 km auf die Nidda stößt. Am anderen Ufer geht es links einen Waldwanderweg direkt am Fluss entlang, der eine große Kurve beschreibt. Nach rund 700 Metern kommt die erste Wegkreuzung (gut erkennbar an den Wegschildern, die nach Petterweil, Massenheim und Nieder-Erlenbach verweisen), die rechts auf die Königsberger Straße führt. Dann geht es ein kurzes Stück durch ein Dörtelweiler Wohngebiet: Rechts auf den Vilbeler Pfad, links auf die Troppauer Straße, erneut links auf die Kreisstraße und dann ist es schon geschafft – über der Friedberger Straße ist schon der Niedererlenbacher Weg zu erkennen.

Kilometer 5,2

Der Weg, der ab Nieder-Erlenbach den Namen Am Steinberg annimmt, führt an Weizen- und Maisfeldern entlang. Cool: Auf der linken Seite ist am Horizont die Skyline zu sehen. Nach knapp zwei Kilometern liegt der Obsthof, bei dem es (endlich!) wieder etwas zu Trinken gibt. Unter niedrigen Bäumchen sitzt es sich an knallroten Bierbänken sehr gemütlich, Essen und Trinken werden in der Schoppenwirtschaft bestellt. Oft gibt es live auch musikalische Untermalung. Erfrischt geht es weiter nach Nieder-Erlenbach: Nach ungefähr 500 Metern über die Brücke den Erlenbach überqueren, dann erst rechts, dann links abbiegen und der Straße Alte Fahrt nach links gen Süden folgen, bis sie zum Bornweg wird. Vom Bornweg geht erneut links ein Weg ab, der durch Felder führt.

Kilometer 8,5

Einfach dem Weg folgen, der sich durch Wald und Flur schlängelt. An einer kleinen Gabelung links halten und dem Weg am Erlenbach entlang folgen. Nach guten anderthalb Kilometern kreuzt der Harheimer Weg, der linkerhand zur Breiten Straße wird. Von dort aus ist schon der Kirchturm von Bad Vilbel-Massenheim zu erkennen. Direkt an der Kirche liegt der Ahrenshof – es gibt wieder was zum Schnabulieren! Nach dem kurzen Abstecher geht es langsam Richtung Heimweg. Von der Breiten Straße geht der Weg An den Banggärten ab, der rund einen Kilometer in den Süden führt. Schnell die weniger hübsche Autobahnbrücke überwinden und danach dem Pfad entlang folgen, der eine harte Linkskurve beschreibt und rechts über eine kleine Brücke führt. Dann ist die Bad Vilbler Kläranlage zu sehen (keine Angst, geruchsneutral), an der man links um die Anlage herum auf den Berkersheimer Weg kommt, der nach 500 Metern wieder im Südbahnhof Bad Vilbels endet.

Gesamtstrecke: 13 Kilometer

Geeignet für: Durstige, Gemütlich Wandernde, Radfahrer, Dorfaffine

Boden: 40% Straße, 60% Wald und Feld

Einkehren:

  • Restaurantcafé in der Alten Mühle, Bad Vilbel, Lohstraße 13, Tel. 06101127283, altemuehle.net, Mo 17–22, Di–Sa 11–1. So 10–24 Uhr

Schickes Restaurant mit gemütlichem Ambiente und kreativer Speisekarte.

  • Dottenfelderhof, Bad Vilbel, Dottenfelder Hof 1, Tel. 06101529625, dottenfelderhof.de, Mo–Fr 8–19, Sa 8–16 Uhr

Im Dottenfelderhof werden eigene landwirtschaftliche Produkte verarbeitet.

  • Obsthof Am Steinberg, Nieder-Erlenbach, Am Steinberg 24, Tel. 0610141522, obsthof-am-steinberg.de, Hofladen: Mo–So 9–19 Uhr (Sommer), Mo–Fr 11-18, Sa/So 10–18 Uhr (Winter), Schoppenwirtschaft: Do/Fr 15–22, Sa/So 11–22 Uhr (Sommer), Sa/So 11–18 Uhr (Winter)

Hier kommen regionale Produkte auf den Tisch; regelmäßig werden außerdem Veranstaltungen wie die Fackelwanderung oder das Apfelfest organisiert.

  • Ahrenshof, Bad Vilbel-Massenheim, An der Kirche 1, Tel. 06101545162, ahrenshof-massenheim.de, Mo–So 12–22 Uhr

Rustikales Restaurant, das an ein Hotel angrenzt und mit dem ruhigen Innenhof punktet.

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