LieblingsschriftstellerinnenZadie Smith

Wer im Duden unter dem Begriff „Ausnahmetalent“ nachschlägt, wird zweifelsohne über Zadie Smith stolpern. Die junge Britin gehört zu den außergewöhnlichsten Stimmen unserer Zeit. Alle vier ihrer Romane wurden von den Kritikern hochgelobt und mit Preisen überhäuft und auch ihre Essays, dieses Jahr als Sammlung bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, zeugen von einer intelligenten und gebildeten Frau. Dass Zadie Smith zudem bildhübsch und elegant ist, soll eine Randbemerkung bleiben.

Ihren ersten Roman „Zähne zeigen“ (2000), der die Geschichte eines Briten und eines Bangladeschi in London erzählt, veröffentlichte Zadie Smith im Alter von nur 25 Jahren. Innerhalb kürzester Zeit avancierte er zu einem internationalen Bestseller und heimste zahlreiche Auszeichnungen ein. Das Time Magazine beispielsweise wählte den Roman unter die hundert besten englischen Romane und auch der BBC zeichnete „White Teeth“ als eines der bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts aus. Die Themen Migration, Fremdenfeindlichkeit und Wurzeln griff Smith in ihren späteren Romanen wieder auf. So handelt „Von der Schönheit“ von Familienkonflikten, Rassismus und der Integration in fremde Gesellschaften, aber auch von Kunst und Hip-Hop. Ihr aktuelles Werk „London NW“, das im Jahr 2014 auf Deutsch erschien, ist im Londoner Nordwesten angesiedelt und beschreibt das Leben vierer Individuen in der modernen Großstadt. Zadie Smiths aktuelle wie komplexe Themen werden von ihr mit einer unkomplizierten und zugleich nuancierten Sprache erzählt.

Siri Hustvedt

Vielen Lesern ist die amerikanische Schriftstellerin und Essayistin Siri Hustvedt lediglich als die Frau Paul Austers ein Begriff. Auch wenn ihr Mann ungleich mehr Romane veröffentlicht hat und einer breiteren Masse bekannt ist, stehen Hustvedts erzählerische Qualitäten denen Paul Austers in nichts nach. Vor allem Romane wie „Was ich liebte“ (2003), in dem sie das Leben zweier Ehepaare aus der New Yorker Kunstszene über mehrere Jahrzehnte hinweg verfolgt, zeugen von ihren herausragenden Fähigkeiten, sprachlich lupenreine wie klug komponierte Geschichten zu erzählen.

Seit einem persönlichen Nervenleiden beschäftigt sich die 1955 in Minnesota geborene Schriftstellerin vermehrt mit den Themen Neurologie und Psychologie, um Ursachenforschung zu betreiben. Ihr neuestes Werk ist allerdings wieder fiktional: „Die gleißende Welt“, 2015 im Rowohlt Verlag erschienen, ist ein gewohnt komplexer Roman, der erneut von Künstlern und Intellektuellen handelt, die in New York leben.

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