Kaffeekränzchen

POLSTERMÖBEL UND PORZELLAN

Retro ist in: Auch Mittzwanziger treffen sich wie zu Omas Zeiten wieder gerne bei Kaffee und Kuchen. Die Qual der Wahl hat, wer in Frankfurt lebt. Deswegen haben wir drei neue Cafés probegesessen.

„Nach einem guten Kaffee verzeiht man sogar seinen Eltern“, wusste schon Oscar Wilde. Jüngere Menschen scheinen sich nach dieser Harmonie zu sehnen: Kaffeeklatsch wird bei allen Altersklassen immer populärer. Doch welche Cafés lohnen? Wir haben uns die drei spannende Neueröffnungen im Nordend, in Sachsenhausen und im Bahnhofsviertel angeschaut.

The Alchemist Studio

Coelho approved: Die neueste Errungenschaft in der vielfältigen Gastronomielandschaft des Bahnhofsviertel heißt The Alchemist Studio und wurde nach dem Weltbestseller „Der Alchimist“ von Paulo Coelho benannt. Normalerweise sieht der Schriftsteller die Vermarktung seiner Werke nicht gerne, doch der Name The Alchemist Studio wurde vom Großmeister höchstpersönlich abgesegnet. Die umtriebige Inhaberin Ayfer Arslan, bekannt als Beautyexpertin bei RTL, hat mit ihrem neuen Café eine rosa Oase für Kaffee- und Weinliebhaber erschaffen. Im Februar soll die offizielle Eröffnung der Szenebar sein. Und es wird gemunkelt, dass Paulo Coelho selbst plant, im Alchemist Studio vorbeizuschauen.

Amélie’s Wohnzimmer

 „Bei uns steht das Wort Wohnzimmer und nicht Café im Vordergrund“, sagt Frank Papra nachdrücklich. Seit diesem Jahr ist er der neue Besitzer des beliebten Amélie’s Wohnzimmer in Sachsenhausen. Der gelernte Koch, der einst den Fröhlichen Landmann im Taunus leitete, übernahm kürzlich das Café. Vorbesitzer Sébastien Depoutot wollte aus persönlichen Gründen aufhören. „Sébastien sagte mir, dass er einen Nachfolger suchen würde. Meine Antwort lautete: Er sitzt direkt vor dir!“, erzählt Papra, der im Jahr zuvor bereits in der Küche von Amelie gearbeitet hatte. Am ursprünglichen Konzept möchte er nicht viel ändern. Neu ist, dass es jetzt „around the clock“ Frühstück gibt, außerdem wurde die Karte um deftige Kleinigkeiten erweitert. Eine täglich wechselnde Suppe, saisonal angepasst oder „worauf ich gerade Lust habe“, vervollständigt das Angebot. „Meine Philosophie ist, dass die Menschen die Welt draußen lassen und hier im Wohnzimmer Ruhe finden sollen“, sagt der neue Inhaber. Und greift dann zum Apfel: Grüne Äpfel und Kräuter statt den üblichen Blümchen gehören zur heimeligen Deko in der neuen Amelie.

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