Im Bornwiesenweg zeigt sich das Nordend in seiner idyllischen Pracht: Vor Altbauhäusern grünen die Bäume, es gibt kaum Verkehr, dafür umso mehr Fahrradfahrer, und auf der bei diesigem Wetter geschlossenen Terrasse lassen sich im Verlauf des ganzen Abends immer wieder Katzen blicken.

Das Casa Pintor gehört zu den beliebtesten Kneipen des Viertels und den beliebtesten Spaniern der Stadt. Spanische und deutsche Gesprächsbrocken bilden zusammen mit Gitarrenklängen von CD die Hintergrundmusik der Abende im Casa Pintor. Nachdem ein Estrella Galicia (0,33l zu 3,20 €) den Durst löscht, genießen wir den leichten und trockenen Weißwein David Morena (0,2 l zu 4,80 €), sowie den roten Lezaun (0,2 l zu 4,90 €) aus Navarra, der mit einer fruchtigen Note besticht. Und dann wird aufgetischt: Knoblauchlastiges Alioli (2,80 €) und geviertelte Champignons, ebenfalls mit ordentlich Knoblauch (4,20 €), munden genauso wie der gemischte Tapas-Teller mit Serrano, Manchego und Chorizo (7,50 €). Die Tortilla (4,20 €) geht dabei geschmacklich etwas unter, dafür versöhnen uns die Hackfleischbällchen in Tomatensoße (4,20 €). Unser persönlicher Hit stammt aber von der Tageskarte: Die drei hausgemachten Kroketten sind mit 5,50 € zwar nicht günstig, überzeugen aber mit ihrer cremigen Konsistenz und dem aromatischen Pata-Negra-Schinken. Eine süße Crema Catalana (4,50 €) ist der krönende Abschluss des gelungenen spanischen Abends. Übrigens: Alle Tapas können, ganz wie in Spanien, auch in der größeren Variante als Ración bestellt werden!

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