Oh nein, die Junggesellenabschiede haben ihren Weg von Altsachsenhausen in das angesagte Brückenwall-Viertel gefunden! Während auf der einen Seite der Wallstraße Mädchen in identischen T-Shirts und Teufelhörnern im Haar giggeln, sitzen auf der anderen Seite die Eintracht-Fans, betrinken sich und rufen vermeintlich witzige Sprüche zu ihnen herüber. In dem vergangenen Herbst eröffneten El Amara haben wir’s dafür ruhig: Außer uns ist das langgezogene und mit Liebe zum Detail eingerichtete Restaurant nur mit einem Tisch besetzt, später sind wir an diesem Samstagabend sogar völlig allein.

Umso neugieriger läuten wir den Festschmaus ein: Nebst großer Apfelschorle (0,4 l zu 3,90 €) und einem großen Ginger Ale (0,4 l zu 4,20 €) soll es die kalte Vorspeisenplatte für 13,90 € sein. Die Platte wird, genau wie später die Hauptgerichte, von der überaus freundlichen Kellnerin mit Pitabrot, das mit Kräutern verfeinert wurde, gereicht. Auf der Platte finden wir Kartoffeln, rote Beete, einen Tomaten-Paprika-Salat, Couscous, Hummus und Aubergine. Bis auf den überraschend faden Hummus überzeugen alle Tapas durch ihre unterschiedliche Würzung und schicken uns geschmacklich einmal durch den Orient. Danach folgen Lammtajine (17,50 €) mit allerlei Gemüse wie Navetten und Artischocken und eine vegetarische Platte (11,40), auf der Spinat, Okra, Linsen, Kartoffeln und Oliven zu finden sind. Während das Lamm geschmacklich hinter unseren Erwartungen bleibt, überzeugen sämtliche vegetarischen Gerichte durch Konsistenz und dem geschickten Einsetzen von Gewürzen. Wir kommen gerne wieder – und halten uns lieber an fleischfreie Speisen!

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