FGA_TitelIm veganen Bermudadreieck in Bornheim behauptet sich seit drei Jahren das Wondergood, vor rund zwei Jahren eröffnete im unweit gelegenen Supermarkt Veganz zusätzlich das Wondergood Bistro. Wir haben es lieber gemütlich und statten deswegen dem Restaurant einen Besuch ab: An den rustikalen Holztischen lässt es sich gut tafeln. Der Kellner, der ein wenig Zeit braucht, um aufzutauen, serviert zunächst die hausgemachte Limonade (0,5 l zu 4,90 €) aus Ginger Ale, Limette, Minze und Orange. Die Limo ist erfrischend und glücklicherweise nicht zu süß, auch an der frischen Minze wurde nicht gespart; ein wenig geschmacksintensiver könnte sie dennoch sein.

Während wir auf die Hauptgerichte warten, verkürzt uns das Alioli mit Baguette (3,50 €) die Wartezeit. Von der flüssigeren Konsistenz abgesehen schmeckt es mit der kräftigen Knoblauchnote wie das altbekannte Alioli. Dann geht es an die Hauptgerichte: Es gibt libanesischen Fatayer, ein hausgemachtes Teigdreieck, das mit „Käse“ und Spinat gefüllt ist. Wir sind überrascht: Obwohl das Wondergood nur vegane Speisen auftischt, schmeckt das Fatayer nach Blauschimmelkäse. Auch das „Shawarma“ ist derart gekonnt gewürzt, dass es sich vom Fleischgericht höchstens in der Konsistenz unterscheidet. Neben Fatayer und Shawarma gibt es auf dem üppig bestückten Teller (14,90 €) einen Tomaten-Gurken-Salat, Hummus und Kartoffelecken – zum Glück hatten wir vorweg nur einen kleinen Appetizer! Auch der Wondergood Burger, mit 15,60 € wahrlich nicht günstig, macht hungrige Mäuler satt: Kartoffelecken, Coleslaw und Alioli sowie Apfel-Ketchup finden wir auf dem Teller. Allein von dem Pattie des Burgers sind wir ein wenig enttäuscht, ist er doch sehr geschmacksneutral. Dafür versöhnen uns die knusprigen Wedges und der aromatische Krautsalat.

Veganes Essen, so stellen wir fest, ist zwar nicht günstig, mit entsprechenden Kochfertigkeiten aber eine gute Alternative zu Gerichten mit Tierprodukten.

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