Tipps

Julia Wolf – Walter Nowak bleibt liegen

Letztes Jahr gewann sie mit einer Passage aus „Walter Nowak“ den 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, jetzt ist der Roman endlich erschienen: Julia Wolf, kürzlich noch Stipendiatin am Stuttgarter Schriftstellerhaus, erzählt unaufgeregt und eindringlich zugleich vom Leben ihres alternden Protagonisten, der bewegungsunfähig auf dem Boden seines Badezimmers liegt und diese unfreiwillige Auszeit zum Nachdenken nutzen muss.

Olivier Rolin – Meroe

In der Hitze Sudans wartet ein einsamer Schriftsteller auf das Eintreffen der Polizei und sinniert währenddessen über existentielle Themen: über das Scheitern und den Verlust. „Meroe“, benannt nach der mythischen Stadt, die schon Herodot beschrieb, zeichnet sich vor allem durch die Sprachgewalt des Autors, die ausdrucksstarken Bilder und philosophischen Fragen aus, die in drei ineinander verwobenen Zeitsträngen verhandelt werden.

Antanas Škėma– Das weiße Leintuch

Der erst vor wenigen Jahren gegründete Guggolz Verlag hat sich für seine (Wieder-)Entdeckungen literarischer und ungewöhnlicher Romane aus dem nord- und osteuropäischen Raum einen Namen gemacht. Der neueste Fund ist ein litauischer Roman aus den 1950er Jahren, in dem es einen Intellektuellen auf Flucht vor den Sowjets nach New York City verschlägt. Dort arbeitet er als Liftboy – doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los.

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