Ibiza-Stadt – Alarmierende Zahlen veröffentlichte vor Kurzem der Verband der Bäcker und Konditoreien Ibizas: Lediglich drei bis fünf Prozent des Brots und der Brötchen, die verkauft werden, ist frisch gebacken. Alle anderen Teigwaren, die auf Ibiza über den Ladentisch gehen, werden eingefroren angeliefert und vor Ort, zumeist in großen Supermärkten, aufgebacken und zu Schleuderpreisen angeboten. Gonzalo González, der Vorsitzende des Verbands, erinnert daran, dass noch bis Mitte der Neunzigerjahre nahezu hundert Prozent des Brots in der jeweiligen Bäckerei gebacken wurde.

Um diese Entwicklung, die vor allem in den letzten zehn, fünfzehn Jahre rasant zugenommen hat, endlich aufzuhalten, bekommen die Bäckereien und Läden, die auf herkömmliche Handarbeit statt Tiefkühlware setzen, ab sofort die Auszeichnung „Pa d’aquí, forn i tradició“ (Brot von hier, Ofen und Tradition) verliehen. Bisher wurden sieben Bäcker ausgezeichnet. Dadurch soll trotz der stetig wachsenden Globalisierung die hiesige Backkultur und somit kleine Betriebe wieder gestärkt werden.

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