Nazare Chub: Erste Schritte

Eine neue Sprache zu lernen ist eine Herausforderung – erst recht, wenn es sich um Deutsch handelt. Zugleich ist Sprache aber das wichtigste Medium, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Was also können Flüchtlinge, die erst seit wenigen Monaten im Lande sind, tun, um von ihren Erfahrungen zu berichten?

Die Lehrerin Kirstin Mörchen hat gemeinsam mit acht jungen Afghanen, die im Flüchtlingsheim von Köngen leben, ein Buch entwickelt. In „Nazare Chub – eine gute Idee“ erzählt der 26jährige Zachidad von seinen Erlebnissen in Afghanistan und dem Neuanfang in Deutschland. Der Protagonist ist zwar fiktiv, sein Leben basiert aber auf dem der Geflüchteten in Köngen.

„Nazare Chub“ ist in einem einfachen Deutsch geschrieben. Die Afghanen konnten dadurch aktiv an dem Buch mitzuarbeiten; zugleich wird anderen Deutschlernenden der Einstieg ins Lesen erleichtert. Auch für Deutsche ist das Buch aufschlussreich: Es liefert interessante Einblicke in den afghanischen Alltag. Und am Ende die Hoffnung: „Vielleicht wird alles gut.“

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