Ateliergemeinschaft am Killesberg

Brautmode, Kinderkleidung und Ledertaschen unter einem Dach – passt das zusammen? „Wir sind wie eine kreative WG!“, sagen Svea Pannewitz, Matthias Spuller und Stefanie Rauch. Seit dem Sommer teilen sie sich ein Atelier am Fuße des Killesbergs. Und das harmoniert gut: „Wir haben die gleiche Einstellung, uns geht es bei unseren Produkten um Individualität und Handwerk.“

Stefanie Rauch bezog das Atelier mit Showroom bereits vor einigen Jahren. Die gelernte Grundschulpädagogin und Betriebswirtin begann mit ihrem Label Zäuberling während ihrer Elternzeit, aber „genäht habe ich schon immer.“ Rauch entwirft Hosen, Kapuzenpullis und Mützchen. Das Label wächst quasi mit ihrem Sohn; wo sie einst hauptsächlich Babykleidung designte, gibt es bei Zäuberling inzwischen alles fürs Kindergartenalter.

Seit diesem Sommer ist Stefanie Rauch nicht mehr alleine am Killesberg – ihre beiden Mitstreiter lernte sie über das Internet kennen. Svea Pannewitz näht mit ihrem Label Pannewitz Couture maßgeschneiderte Brautkleider. „Es gibt fünf verschiedene Schnitte, die alle anprobiert werden, um den perfekten zu finden“, erklärt die Modedesignerin. Ihr erstes Brautkleid gestaltete sie für eine Freundin. „Sie sagte immer: Wenn ich mal heirate, machst du mein Kleid! Vor drei Jahren war es schließlich soweit – und seitdem bekomme ich viele Anfragen.“ In der Modewelt ist die 31jährige schon lange dabei. „Früher habe ich Abendkleider, Lingerie und Corsagen designt. Bis zum Brautkleid war also nur noch ein kleiner Schritt.“

Der letzte in der Runde ist der Österreicher Matthias Spuller, der mit seinem Label Spuller Original außergewöhnliche Ledertaschen kreiert. „All meine Produkte sind Einzelstücke!“ Spuller bearbeitet das natürlich gegerbte Leder, das er aus Metzingen bezieht, selbst. „Ich schneide es zu, steche die Löcher und vernähe die Tasche dann von Hand.“ Ausgewählte Taschen von Spuller Original verschickt er um die Welt, nach Sizilien oder New York. „Sie werden einen Monat lang von einer Person getragen und danach weitergereicht. Meine Bezahlung: Ich bekomme Instagram-Fotos von den Taschen auf Reisen.“ Bei seinen individuellen Designs hat Spuller immer neue Einfälle. „Eine Tasche habe ich hinter meinem Auto hergezogen!“

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