Crowdfunding für Brettspiel

Der Mond ist auf die Erde gestürzt; wo einst der Pazifik war, erhebt sich in einer verwaisten Wüste eine fruchtlose Gebirgsmasse. Neue, mutierte Spezies bevölkern die Welt: Wildschweinmenschen treiben ihr Unwesen, die gegen Cybersamurai, in flüssiger Lava Geborene oder Soldaten eines gestrandeten Flugzeugträgers antreten, und über all dem wacht ein gefährlicher Drache. Dies ist das Ausgangsszenario des Brettspiels Full Moon Down, das der gebürtige Esslinger Felix Mertikat mit seinem Studio King Racoon Games entwickelte. Der Absolvent der Filmakademie Ludwigsburg, der bereits zwei Spiele veröffentlicht, drei weitere in Vorbereitung hat und eine vierbändige Comicserie zeichnete, startet ab dem 29. September eine Crowdfunding-Kampagne, um sein Spiel zu finanzieren. 36.000 Euro sollen innerhalb von 33 Tagen zusammenkommen. „Full Moon Down ist sehr aufwändig konzipiert und hat viele Einzelteile“, erklärt Mertikat die Summe.

Das Strategiespiel ist ein wenig wie Risiko aufgebaut: Unterschiedliche Fraktionen müssen Gebäude erobern. „Neben der übergreifenden Handlung hat jeder zusätzlich die Herausforderung, ein weiteres, eigenes Spiel zu spielen. Das macht Full Moon Down sehr komplex; jede Runde ist neu und anders. Dadurch gibt es einen hohen Wiederspielwert“, so Mertikat. „Es gibt außerdem viele popkulturelle Anspielung, wie zum Beispiel auf Leutnant Dan aus ‚Forrest Gump‘.“ Felix Mertikat selbst hat die Hintergrundgeschichte konzipiert, das ganze Spiel entwickelt und gezeichnet und zusammen mit den beiden Grafikern Oliver Graute und Maxine Metzger gestaltet. Besonders wichtig ist dem Animationskünstler, dass Full Moon Down ohne Zufallselemente auskommt. „Auf Würfel oder ähnliches haben wir komplett verzichtet. Nichts ist frustrierender, als ein schönes Szenario aufzubauen, das wegen eines schlechten Wurfs komplett zerstört wird.“

Auf der Plattform Kickstarter können Interessierte Full Moon Down mitfinanzieren, um die Umsetzung zu ermöglichen. „Wir halten das recht simpel“, sagt Mertikat. „Es gibt insgesamt drei Pakete von 19 bis 89 Euro, mit denen unser Brettspiel unterstützt werden kann.“ Und nur wenn die angeführte Summe von 36.000 Euro erreicht wird, kann das Spiel in Produktion gehen. Ob das gelingt? Sicherheit haben Felix Mertikat und sein Team erst Anfang November.

 

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